Mittwoch, 3. Februar 2010

Hundehalterhaftpflicht

Im Landeshundegesetzt Nordrhein-Westfalen (LHundG NRW) ist in Paragraph 11, Absatz 2 geregelt, dass die Halter großer Hunde u. a. eine Haftpflichtversicherung für den Hund abschließen und dieses gegenüber den Behörden nachweisen müssen.

Große Hunde sind laut LHundG NRW Hunde die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen. Rassenunabhängig.

Hundehalter haften für alle Schäden die ihr Hund verursacht. Dieses allerdings unabhängig der Größe des Hundes. Auch kleine Hunde können Schäden verursachen. Der Hund könnte doch mal beißen oder der Hund reißt sich von der Leine los (man denke an Hunde mit Angst vor lauten Böllern - die klassische Silvesterangst - und ein Böller wird hinter dem Hund auf einmal gezündet) und läuft auf die Straße. Ein Auto bremst scharf, weicht aus und fährt gegen eine Mauer. Für den Schaden haftet der Hundehalter, dessen Hund sich losgerissen und den Schaden verursacht hat. Hier kommen schnell einige tausend Euro zusammen.

Die Haftpflichtversicherung hilft hier. Sie funktioniert wie die Haftpflichtversicherung, die wir Menschen für uns abschließen. Nur bei der Hundehaltung benötigt man eine eigene Hundehalterhaftpflichtversicherung. Die normale Haftpflichtversicherung übernimmt keine Schäden, die vom Hund verursacht werden.

Halter großer Hunde haben also in der Regel diese Versicherung. Aber wie schaut es mit kleinen Hunden aus? Wie oben erwähnt, auch die Halter kleiner Hunde haften für Schäden, die verursacht werden. In meinem gewählten Beispiel mit dem Auto ist es unerheblich, ob ein Dackel oder ein Bernersennenhund auf die Straße läuft. Der Schaden ist der Gleiche. War es ein Bernersennenhund, kann der Halter die Ansprüche des Fahrers an seine Hundehalterhaftpflichtversicherung weiterleiten. Handelte es sich um einen Dackel und der Halter hat auf die Haftpflichtversicherung verzichtet, dann wird der Halter persönlich haftbar gemacht und muss diese Kosten evtl. aus seiner eigenen Tasche bezahlen müssen.

Aber auch die Halter kleiner Hunde können freiwillig eine Hundehalterhaftpflichtversicherung abschließen. Es ist nicht ein Service der nur Halter großer Hunde geboten wird. Nein, Halter großer Hunde sich nur per Gesetz verpflichtet sie abzuschließen. Halter kleiner Hunde können dieses freiwillig machen.

Im Prinzip verhält es sich wie mit jeder Versicherung: Man hofft, dass man sie nie in Anspruch nehmen muss, aber wenn es dann mal soweit ist, dann ist man froh, diese Versicherung zu haben.

Daher sollte jeder Hundehalter sich gut überlegen, ob er nicht freiwillig diese Versicherung abschließt. In meinem Beispiel kann ein potentieller Schaden schnell im fünfstelligen Bereich liegen.

Es gibt eine Vielzahl an Angeboten auf dem Markt. Ein Beitragskostenvergleich lohnt sich auf alle Fälle. Es gibt auch Versicherungen, die Kombiangebote für Hundehalter anbieten (etwa Krankenversicherung + Haftpflicht, etc.).

Ich will an dieser Stelle nur darauf hinweisen, dass eine Hundehalterhaftpflichtversicherung mit Sicherheit eine sinnvolle Versicherung sein könnte, auch für die Halter kleiner Hunde.

Einen Kostenrechner im Internet zum informieren gibt es z. B. hier:

http://www.finanzvergleich.de/private-haftpflicht/was-ist-eine-hundehalter-haftpflichtversicherung.html

Auch gibt es hier noch einmal eine Zusammenfassung, über den Zweck einer Hundehalterhaftpflichtversicherung.

Hilfreich ist da vielleicht auch noch diese Information:

http://www.misterinfo.de/themen/versicherungen/faq/tiere/was-ist-bei-der-hundehalterhaftpflicht-zu-beachten