Montag, 26. April 2010

Der Biohund

Dr. Hellmuth Wachtel legt nach 11 Jahren sein überarbeitetes Konzept "Biohund" vor.

Hier ist der Originalartikel: Biohund - Ein Plädoyer


Weshalb benötigen wir Biohunde?

Bei unseren Hunden nehmen Erbkrankheiten zu. Nach einer französischen Erhebung weisen 20 % aller Rassehunde erbliche Defekte auf.
Mischlinge sind auch keine Lösung mehr. Die aus Kreuzung von Rassehunden entstandenen Mischungen weisen häufig gleiche Erbkrankheiten auf.
Das Thema Hundegesundheit wird immer mehr Kriterium beim Hundekauf und Züchter werden reagieren müssen.
Tierschutz aber auch Tierquälerei beginnt bei der Zucht.

Was ist ein Biohund?

Beim Biohund steht die genetische Vielfalt im Vordergrund.
Die Anzahl der Deckrüden soll erhöht werden, um Inzucht zu minimieren. Es sollten nur die Hunde verpaart werden, die ein Minimum an gemeinsamen Ahnen haben.
Haar- und Farbvarianten innerhalb der Rasse sollen miteinander gekreuzt werden. Eventuell sollen Samen importiert werden, aus Gebieten, wo die Zucht sich verselbstständigt hat.
Bei seltenen Rassen können verwandte Rassen eingekreuzt werden. Eventuell kann auch mit stammbaumlosen Tieren gezüchtet werden, wenn die Tiere bestimmte Kriterien erfüllen. Weiter ist zu überlegen, ob ein Gentest nicht Bewertungskriterium bei der Zucht sein kann, um gegen verschiedene Erbkrankheiten vorzugehen.

Beim Konzept "Biohund" geht es darum, die Zucht von kranken Hunden zu verhindern, durch genetische Vielfalt.

Ein Buch zum Thema: Hundezucht 2000