Montag, 13. September 2010

11.09.10 Hund tötet dreijährigen Jungen

Wir berichten hier zukünftig über alle uns bekannten Beißunfälle mit Hunden, bei denen Menschen verletzt wurden. Diese Berichte sollen einen Überblick geben, wie es zu solchen Vorfällen kommen kann, welche Rassen beteidigt sind und wo die Ursachen liegen können. Hundehalter sollen dadurch auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht.



Beachten Sie bitte auch den Beitrag:

Hunde können beißen




Am 11.09.10 wurde in Sachsen-Anhalt ein dreijähriger Junge von einem Rottweiler getötet.

Der Junge war bei einer 76 jährigen Frau zu Besuch, die den Hund nur zur Pflege hatte. Die eintreffenden Polizeibeamten wurde ebenfalls vom Hund angegriffen und konnten erst zum Kind vordringen, nachdem sie den Hund erschossen hatten.

Bisher ist unklar, wer Besitzer des Hundes ist. Die 76 jährige hatte noch eine Boxer Hündin zur Pflege im Haus.

Mit diesem neuen schrecklichen Vorfall wird auch wieder die Diskussion über die von Hunden ausgehenden Gefahren neu beginnen und das ist auch dringend notwendig!
Leider ist auch wieder zu erwarten, dass Hunde-Gurus sich berufen fühlen dieses schreckliche Ereignis medienwirksam für sich zu nutzen. Auch Politiker werden wieder von Menschenschutz reden und nach Verschärfung bestehender Gesetze schreien.

Aber Rasselisten, Leinenpflicht oder Maulkorbzwang hätte den Jungen nicht schützen können!

Wahrscheinlich wird sich wegen fehlender Fakten die Ursache für den Angriff des Hundes nicht finden lassen. Spekulationen sind unseriös und auch einfach respektlos. Die Bevölkerung durch unsinnige Gesetze nur zu beruhigen, ist unverantwortlich!

In Internetforen wird nun schon über ein Verbot der Rasse Rottweiler diskutiert. Solche Überlegungen gehen mal wieder völlig am Ziel vorbei! Es ist so, als würde man Fahranfängern verbieten ältere Autos zu kaufen, weil statistisch bei den meisten Unfällen mit Fahranfängern, ältere Autos gefahren werden.

Es wird Zeit, endlich zu erkennen, dass es gefährliche Hundeindividuen gibt! Es wird aber auch Zeit zu erkennen, dass von jedem Hund eine Gefahr ausgehen kann. Hunde müssen so erzogen, gehalten und geführt werden, dass die von ihnen ausgehende mögliche Gefahr auf ein Minimum reduziert wird! Aber dabei muss der Hund auch noch Hund sein dürfen!

Wir brauchen dringend eine Aufklärung vor dem Hundekauf, damit Menschen die Hunde bekommen, die sie auch erziehen und führen können.

Wir brauchen verantwortungsvolle Hundehalter, die über das nötige Wissen und Können verfügen, um einen Hund halten, führen und erziehen zu können.

Wir brauchen klare Richtlinien in der Hundezucht, die viel mehr auf Gesundheit und Wesen achtet, als auf Aussehen.

Wir brauchen Richtlinien für die Hundeausbildung.

Kompetente Hundeexperten fordern schon sehr viele Jahre vom Gesetzgeber hier tätig zu werden. Stattdessen beschäftigt sich der Gesetzgeber immer noch mit der pauschalen Gefährlichkeit von bestimmten Rassen, die wissenschaftlich gesehen, nicht existiert. Es wird über Maulkorb- und Leinenpflicht diskutiert, obwohl die meisten Unfälle mit Hund und Kind nicht draußen, sondern in den eigenen vier Wänden passieren.

Quelle: Spiegel.de

Welt Online.de