Dienstag, 14. September 2010

Rottweiler tötet 3-jährigen Jungen - eine Betrachtung

Christoph Jung schreibt in seinem Blog Petwatch über den schrecklichen Hundeangriff bei dem ein 3-jähriger Junge getötet wurde.

Er beleuchtet ein wenig die Hintergünde des Vorfalls und stellt Fragen in den Raum, die dringend beantwortet werden müssen, um solche Vorfälle zu vermeiden.

Aber es wird auch deutlich beschrieben, dass das Problem nicht nur am anderen Ende der Leine hängt, wie es häufig heißt, wenn Hunde problematisch werden. Die häufigen Beißunfälle mit Rottweilern führt Jung auch auf eine Entgleisung in der Hundezucht zurück. In Brehms Tierleben von 1915 heißt es über den Rottweiler: "Die Tiere machen einen ruhigen, vielleicht etwas phlegmatischen Eindruck. Sie sollen sehr gutmütig sein, aber auch, wenn es nötig ist , außerordentlichen Mut zeigen."
Im Grunde ist das die Beschreibung eines idealen Familienhundes!
In den letzten Jahren wurde aber leider Rottweiler immer schwerer und mit größeren Köpfen gezüchtet. Darüber hinaus gibt es besonders "scharfe" Zuchtlinien. Auf diese Mißstände in der Zucht führt Jung die Häufung von Beißunfällen mit Rottweilern zurück und verlangt Mindeststandards für die Zucht und Maßnahmen gegen Vermehrer und Hundehändler.

Wichtig: Nicht alle Rottweiler stammen aus einer "scharfen" Zuchtlinie und haben ihr im Brehms Tierleben beschriebenes positives Verhalten nicht mehr! Es geht nicht um eine pauschale Diskriminierung der Rasse Rottweiler und deren Züchter!

Hier der Artikel von Christoph Jung