Freitag, 30. April 2010

Kind und Hund

Auf der Webseite http://www-hund-moenchengladbach.de gibt es wichtige Informationen zum Thema: Kind & Hund

Die jüngsten Pressemeldungen über Beißunfälle haben einige Hundetrainer genutz, um Tipps in die Medien zu bringen. Ich finde, das Thema sehr wichtig! Profis sollten sich nicht auf werbewirksame Artikel mit kleinen Tricks beschränken, sondern auf die Gefahren hinweisen, Probleme schildern und mögliche Lösungen präsentieren. Übungen, die dann Hund und Halter machen können, gehören nicht in die Medien, sondern sollten individuell, der Situation entsprechend erarbeitet werden.

Mit dem Artikel Kind&Hund habe ich versucht, das Kernproblem zu beschreiben, auf Gefahren hinzuweisen und mögliche Lösungen vorzuschlagen.

Wünschenswert wäre, wenn Hundetrainer solche Themen nicht mehr für medienwirksame Auftritte nutzen würden.

Ich bedanke mich, bei Anja Schumacher (Hundetrainerin aus Mönchengladbach) und bei Elke van Hürth (Hundetrainerin aus Krefeld), Dr. Hildegard Jung (Veterinärin) und Thomas Baumann (Hundetrainer) für Ihren Einsatz in Sachen Hund und Kind! (Weitere Info finden Sie im Artikel)

Dienstag, 27. April 2010

Der blaue Hund

Die Medien berichten zurzeit über einen Schäferhund-Husky Mix, der ein 8 Wochen altes Baby getötet hat. Über diesen Fall gibt es zurzeit so wenige Informationen, dass kein seriöser Hundetrainer etwas genaues über diesen Vorfall sagen kann.

Erstaunlich und beängstigend finde ich, die pauschalen Ratschläge zum Thema "Kind und Hund" mit denen mancher Hundeexperte nun den Vorfall nutzt, um seinen Namen in die Medien zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob mancher Ratschlag in mancher Situation vielleicht sinnvoll sein kann. Beim Thema "Hund und Kind" sollte der Unterhaltungsfaktor auch schon mal zurücktreten und die Problematik ernst diskutiert werden....

Ich werde in nächster Zeit einen Beitrag zum Thema Hund & Kind auf der Webseite www.hund-moenchengladbach.de veröffentlichen, werde mir aber noch einige Expertenmeinungen einholen müssen.

Vorab folgende Information: Bei den meisten Angriffe von Hunden auf Kinder sind die Kinder im Grundschulalter und der Hund ist ein dem Kind vertrautes Tier. Dabei spielt die Rasse keine Rolle! Gefährdet sind die Kinder, die regelmäßig im häuslichen Umfeld Umgang mit Hunden haben.

Frau Dr. Hildegard Jung hat den blauen Hund nach Deutschland geholt. Der blaue Hund ist eine Zeichentrickfigur, mit der Kinder in einer interaktiven Computergeschichte den richtigen Umgang mit Hunden lernen können. Das Projekt wird von der Deutschen Veterinärmedizinchen Gesellschaft e.V. unterstützt und ist eine wirklich gute Sache, um unsere Kinder zu schützen. So wie auch Früherziehung zum Schutz vor Gefahren im Straßenverkehr eingesetzt wird.

Natürlich ist auch eine intensive Schulung der Hundehalter dringend erforderlich.


Information des DVG e.V: Der blaue Hund


Webseite von: Hildegard Jung


Bestellung (DVG): Der blaue Hund

Montag, 26. April 2010

Entwurf eines neuen Tierschutzgesetz - Eine Stellungnahme

Der Biologe Christoph Jung gab zur Anhörung für den Entwurf des neuen Tierschutzgesetz vom 16.04.2010 im Bundestag eine Stellungnahme ab.

Zum Handel mit Hunden, speziall Hundewelpen

Zum Thema Hundezucht

Weitere Informationen zum Thema Qualzucht auf unserer Webseite: Qualzucht

Der Biohund

Dr. Hellmuth Wachtel legt nach 11 Jahren sein überarbeitetes Konzept "Biohund" vor.

Hier ist der Originalartikel: Biohund - Ein Plädoyer


Weshalb benötigen wir Biohunde?

Bei unseren Hunden nehmen Erbkrankheiten zu. Nach einer französischen Erhebung weisen 20 % aller Rassehunde erbliche Defekte auf.
Mischlinge sind auch keine Lösung mehr. Die aus Kreuzung von Rassehunden entstandenen Mischungen weisen häufig gleiche Erbkrankheiten auf.
Das Thema Hundegesundheit wird immer mehr Kriterium beim Hundekauf und Züchter werden reagieren müssen.
Tierschutz aber auch Tierquälerei beginnt bei der Zucht.

Was ist ein Biohund?

Beim Biohund steht die genetische Vielfalt im Vordergrund.
Die Anzahl der Deckrüden soll erhöht werden, um Inzucht zu minimieren. Es sollten nur die Hunde verpaart werden, die ein Minimum an gemeinsamen Ahnen haben.
Haar- und Farbvarianten innerhalb der Rasse sollen miteinander gekreuzt werden. Eventuell sollen Samen importiert werden, aus Gebieten, wo die Zucht sich verselbstständigt hat.
Bei seltenen Rassen können verwandte Rassen eingekreuzt werden. Eventuell kann auch mit stammbaumlosen Tieren gezüchtet werden, wenn die Tiere bestimmte Kriterien erfüllen. Weiter ist zu überlegen, ob ein Gentest nicht Bewertungskriterium bei der Zucht sein kann, um gegen verschiedene Erbkrankheiten vorzugehen.

Beim Konzept "Biohund" geht es darum, die Zucht von kranken Hunden zu verhindern, durch genetische Vielfalt.

Ein Buch zum Thema: Hundezucht 2000

Donnerstag, 22. April 2010

Protest gegen den Verein Tierschutz-Mönchengladbach

Der Verein Tierschutz-Mönchengladbach e.V. mit seiner ersten Vorsitzenden Charlotte Kaufmann steht zur Zeit im Kreuzfeuer der Kritik.

Die Sachlage aus verschiedenen Presseartikeln und Internetforen zusammenfassend:

Ein Vereinsmitglied des Tierschutz-Mönchengladbach e.V. schrieb einen Bief mit zahlreichen Vorwürfen gegen Frau Kaufmann und den Verein und schickte ihn an mehrere offizielle Stellen.

Dieser Brief führte dazu, dass diesem Vereinsmitglied, nach Wahl der stimmberechtigten Mitglieder, die Mitgliedschaft gekündigt wurde.

Das gekündigte Mitglied ging in die Öffentlichkeit und erhob Vorwürfe gegen Frau Kaufmann, die als "20 Fragen an Frau Kaufmann" in einigen Internetforen erschienen.

Im Zuge interner Auseinandersetzungen im Verein wurde drei weiteren Vereinsmitgliedern die Mitgliedschaft gekündigt.

Die demokratischen Prozesse im Verein werden kritisiert. Es heißt alle wahlberechtigten Mitglieder des Vereins Tierschutz-Mönchengladbach e.V. sind mit Frau Kaufmann befreundet
oder von ihr abhängig und folgen blind ihren Anweisungen. Kritiker werden abgewählt oder gekündigt.

Herr Kohberger, ehemaliger Leiter des Tierheims, hat Frau Kaufmann beim Veterinäramt angezeigt, weil diese Kaninchen ausgesetzt haben soll. Aufgrund dieser Anzeige wurde Kohberger gekündigt.

Einige Tage später unterzeichnen einige Mitarbeiter des Tierheims einen Brief an den Bürgermeister mit der Bitte um Unterstützung.

Frau Kaufmann wird ein diktatorischer Führungsstil vorgewurfen. Tierheimmitarbeiter hatten Angst um ihren Arbeitsplatz und haben deshalb Mißstände nicht zur Sprache gebracht und sind regelrecht zu positiven Äußerungen gezwungen wurden.

Zur Zeit wird von Bürgern öffentlich protestiert und es werden Unterschriften gesammelt. Von der Stadt Mönchengladbach wird verlangt zu reagieren.

Hier geht es zu einigen Zeitungsartikeln (rp-online), die sich mit dem Thema beschäftigen. Stimmungen geben die Leserkommentare wieder.

Vorstand schadet dem Tierheim

Zoff im Tierheim

Nach Tierheim Zoff - Kritik wächst

Ehemalige Tierheimleiterin erstattet Anzeige

Tierheim: Ringen um Lösungen

Der Streit im Tierheim eskaliert


Tierheim Streit - Klage gegen die Vorsitzende?


Nach Streit: Neuer Leiter für das Tierheim

Tierheim-Streit eskaliert

Tierheim-Vorsitzende setzte Kaninchen aus

Tierheimleiter gefeuert



Hilferuf aus dem Tierheim


Tierfreunde wollen Tierheim retten

Mich störte, wie wenig Frau Kaufmann zu diesen ganzen Vorwürfen gesagt hat. Ich denke, auch die Menschen, die zur Zeit kritisieren, wünschen sich eine Stellungsnahme von Frau Kaufmann.

Aus diesem Grund habe ich Frau Kaufmann um ein Interview gebeten. Hier können Sie lesen, wie Frau Kaufmann die Dinge sieht:


Frau Kaufmann, wieso haben Sie so lange zu den Vorwürfen geschwiegen und gehen jetzt erst an die Öffentlichkeit?

C.K.
Auseinandersetzungen im Tierschutz sind nicht selten. Vorwürfe werden häufig gemacht. Solange es nur Vorwürfe sind, die nicht bewiesen werden können, will ich mich nicht mit jeden Vorwurf
auseinandersetzen.
Es bringt ja auch nichts! Im Internet können Sie sehen, wie sachlich manche Leute urteilen. Bei jedem der skeptisch ist oder sogar positives schreibt wird gesagt, er sei abhängig von mir,
eingeschüchtert oder naiv.



Gut! Aber weshalb reagieren sie jetzt?

C.K.
Um zumindest die Menschen zu erreichen, die auch die andere Seite betrachten wollen und sich dann, wenn sie alles gehört haben, eine Meinung bilden. Die Angriffe hören ja auch nicht auf.


Welche Aufgaben im Tierheim übernimmt der Verein, was macht die Stadt, wem gehört das Grundstück?

C.K.
Der Verein ist Träger des Tierheims! Die Stadt unterstützt uns finanziell, was aber nur einen Teil der Gesamtkosten deckt. Das Grundstück gehört der Stadt! Die Stadt kann dem Verein keine Anweisungen geben. Natürlich ist es der Stadt möglich, den Mietvertrag zu kündigen, die finanzielle Unterstützung einzustellen und das Tierheim selbst zu leiten oder an einen anderen Verein zu übergeben. Das verlangen ja mancher Kritiker von der Stadt.

Möchten Sie was zum Vorwurf sagen, Sie hätten die Anweisung gegeben Kaninchen auszusetzen und damit deren Tod riskiert?

C.K.
Möchte ich nicht, denn die Anweisung hat Frau Dickmanns gegeben.

Jasmin Dickmanns:
Das stimmt! Die beiden Kaninchen sind Hauskaninchen, die sich mit Wildkaninchen verpaart haben. Das kommt vor!

(Erläuterung: Die beiden Kaninchen sind keine Hauskaninchen, die sich (im Tierheim) verpaart haben. Die beiden Kaninchen sind Mischlinge!
Eine Mischung aus Haus- und Wildkaninchen, die im Tierheim abgegeben wurden. Auf den irreführenden Satz machte mich ein Leser aufmerksam. Ich wollte den Originaltext aber nicht mehr ändern. Mein Fehler! Da habe ich etwas aus dem Zusammenhang gerissen bzw. zitiert.)

Die Kaninchen waren nicht verträglich mit Hauskaninchen. Wegen dem Anteil Wildkaninchen hätte ich die Tiere auch nicht in einen kleinen Käfig sperren können.
Das wäre in meinen Augen ein Verstoss gegen den Tierschutz gewesen. Ich habe die Kaninchen umgesiedelt, auf eine Wiese hier im Tierheim. Da sitzen die immer noch.


C.K.
Der Amtstierarzt ermittelt in dieser Sache. Er entscheidet, ob wir mit der Umsiedlung die Tiere gefährdet haben. Sollte das so sein, dann wurde ein Fehler gemacht und wir werden dann für die Kaninchen einen anderen Platz suchen müssen.


Der Leiter des Tierheims hat Sie (Frau Kaufmann) beim Veterinäramt angezeigt, weil Sie die Anweisung gegeben hätten, die Kaninchen auszusetzen. Nach der Anzeige kam es zur Kündigung des
Tierheimleiters. Damit war einerseits zu rechnen aber auf der anderen Seite, ganz nüchtern
betrachtet, wäre es doch erfreulich, wenn jeder Tierheimleiter Mißstände zur Anzeige bringen kann, ohne seinen Job zu verlieren. Warum die Kündigung?

C.K.
Ich verlange von unseren Mitarbeitern, erst das Gespräch zu suchen und dann den offiziellen Weg zu gehen. Das ist nicht ungewöhnlich in einem Betrieb. Bei einer Anzeige sollte der Mitarbeiter auch darauf achten die richtige Person zu beschuldigen und er sollte seine Vorwürfe beweisen können.
Ausschlaggebend für die Kündigung war aber ein Gespräch mit den betroffenen Personen. Dabei war zu erkennen, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll ist.



Weshalb hat sich der Verein entschieden den drei Vorstandsmitgliedern die Mitgliedschaft zu kündigen?

C.K.
Vereinsinterne Streitigkeiten! Der Vorstand war in zwei Lager gespalten! Für die Mehrheit der Vorstandsmitglieder war zu erkennen, dass einige Vorstandsmitglieder versuchten die Stimmenmehrheit zu bekommen. Welches Ziel sie damit erreichen wollten ist nicht ganz klar. Uns war auch nicht klar, wie die abgewählten Vorstandsmitglieder zu dem Brief des ehemaligen
Vorstandsmitglied standen. Der Brief war voller Vorwürfe gegen den Verein und XXX wurde sogar persönlich und beleidigend. Mit der fehlenden Distanzierung von diesem Brief und den Versuchen die Stimmmenmehrheit im Verein zu bekommen, war das Vertrauen zu den Vorstandsmitgliedern so gestört, dass sie vom übrigen Vorstand abgewählt wurden.



Die Öffentlichkeit reagiert auf die Kündigungen der Kritiker. Wer den Mund aufmacht fliegt raus, ist die Kernaussage. Ein guter Schritt wäre es aus diesem Grund, einen Teil der
personalentscheidungen der Stadt zu überlassen, die ja auch mit Ihren Geldern (Steuergelder) unmittelbar Teile des Personals bezahlt. Wäre es möglich zumindest die personelle Entscheidung über die Tierheimleitung an die Stadt zu übergeben?

C.K.
Nein! Unser Verein leitet das Tierheim und personelle Entscheidungen sollen auch vom Verein getroffen werden. Der zukünftige Tierheimleiter muss aber dem Amtstierarzt vorgestellt werden. Der kann seine Bedenken äußern.


Ein weiterer Schritt kann es sein, die Satzung des Vereins so zu ändern, dass der Vorstand nach einer bestimmten Zeit von allen Mitgliedern neu zu wählen ist. Was würde dagegen sprechen?

C.K.
Die wahlberechtigten Mitglieder unseres Vereins wählen den Vorstand. Dieser wird auch regelmässig neu gewählt. Das haben wir so in unserer Satzung. Innerhalb der Gruppe werden dann die Positionen 1. Vorsitzende, 2. Vorsitzende und Schatzmeister bestimmt.

Das heißt aber dann auch, dass der Vorstand den Vorstand wählt?

C.K.
Ja, so ist es! Jedes Vereinsmitglied kennt unsere Satzung schon bevor es Mitglied wird. Ich werde doch nicht Vereinsmitglied in einem Verein, in dem mir die Satzung nicht gefällt. Seltsam, wenn diese Mitglieder oder ehemaligen Mitglieder diese Satzung auf einmal kritisieren. Wir halten den Verein klein und wollen keine Vereinsmeierei! Zur Zeit sehen wir, was sogar in unserem kleinen Verein passieren kann. Die kleine Gruppe bedeutet für den Verein Sicherheit und Stabilität. Ständige Versuche den Vorstand abzuwählen, um sich selbst oder eine andere Gruppe in den Vorstand zu bringen, brauchen wir nicht.


Es wird vorgewurfen, es sind Tiere ausgesetzt oder sogar eingeschläfert wurden. Gibt es im Tierheim keinen Nachweis darüber welche Tiere reinkommen und wo die Tiere geblieben sind? Wäre eine jährliche Inventur nicht sinnvoll?

C.K.
Die gibt es! Jedes Tier wird in unsere Bücher eingetragen. Der Amtstierarzt macht Stichchproben und prüft diese Bücher.


Zurück zu den Vorwürfen! Ich habe Ihnen ja schon angekündigt, dies wird ein kritisches Interview und kein Gefälligkeitsinterview. Deshalb will ich auch alle Vorwürfe die mir bekannt sind zumindest kurz ansprechen. Deshalb stelle ich Ihnen hier die "Zwanzig Fragen an Frau Kaufmann", wie sie im Internet zu finden sind.

C.K.
Muss das wirklich sein? Der Unsinn! Ich beantworte Ihnen persönlich gerne jede Frage, möchte mich aber nicht zu einem solchen Unsinn öffentlich äußern. Jeder der etwas zu beanstanden hat, sollte - nein er muss - das sofort zur Sprache bringen. Unser Tierheim wird vom Amtstierarzt kontrolliert und im Zweifel befragen wir ihn, unser behandelnder Tierarzt hat die nötige Ausbildung, die Bilanzen können jederzeit eingesehen werden, über die Tiere wird Buch geführt. Kein Vorwurf wurde bisher bewiesen und zur Anzeige gebracht.


(Frau Kaufmann beantwortete die "Zwanzig Fragen". Ich hätte die Antworten gerne hier veröffentlicht, respektiere aber den Wunsch von Frau Kaufmann und führe deshalb die Antworten hier nicht auf.)



Raum für Positives! Was können Sie uns erzählen?

C.K.
Wir haben die Gruppenhaltung der Tiere eingeführt. Die Gehege und die Käfige wurden stark vergrößert und für mehr Flächen haben wir mit der Stadt richtig kämpfen müssen. Wir haben ein Nagergehege! Die Umsetzung war nicht einfach. Es gab viele Bedenken im Vorstand. Wir
haben über jeden Einwand mit einem Spezialisten gesprochen und das Nagergehege geschaffen. In Absprache mit dem Amtstierarzt können wir unseren Katzen den Freilauf ermöglichen. Die Katzen kommen und gehen wann sie wollen. Für Katzen die erst nachts zurück kommen wurden Schlafplätze auf dem Tierheimgelände aufgestellt. Sicherlich besteht die Gefahr, dass eine Katze nicht mehr
zurück kommt oder sogar überfahren oder vergiftet wird. Es ist aber kein Tierschutz eine Katze, die immer frei rumlaufen konnte aus Sicherheitsbedenken einzusperren. Mal ganz davon abgesehen, dass wir für so viele Katzen keinen Platz hätten.



Wo wollen Sie hin? Was ist ihr Traum?

C.K.
Haltung der Hunde in noch größeren Gruppen!


Frau Kaufmann, was möchten Sie abschließend unseren Leserinnen und Lesern noch sagen?

C.K.
Erst einmal freut es mich, wie voll das Tierheim am Samstag war. Die Leute glauben doch nicht alles blind, was sie im Internet oder in der Zeitung lesen.

Unser Tierheim wird vom Veterinäramt kontrolliert. Wir haben die Vorgänge im Verein von der Rechtsabteilung des Deutschen Tierschutzbund prüfen lassen, die weder an der Satzung noch an dem Geld, was ich in meiner Funktion als Leiterin des Tierheims erhalten habe etwas auszusetzen hatte.
Wir sind auch gerne bereit, alle Vorwürfe von offizieller Stelle prüfen zu lassen, wenn dieser Schritt notwendig wird.

Die Vorstandsmitglieder sind von mir nicht abhängig. Kein Vorstandsmitglied ist meine Putze!
Es gibt auch Abstimmungen im Vorstand, bei denen ich meine Vorstellungen nicht durchsetzen konnte!

Mein Führungsstil ist schnörkellos. Ich mache klare Ansagen und verlange auch eine gewisse Disziplin. Als Chef muss ich nicht darauf achten mich immer nur beliebt zu machen. Am Ende muss ich verantworten, was im Tierheim passiert und nicht die Mitarbeiter. Es ist ganz normal, wenn Mitarbeiter über ihren Chef schimpfen.

Ich habe an den Deutschen Tierschutzbund geschrieben und um Unterstützung gebeten. Der Deutsche Tierschutzbund soll zwei Personen für unseren Vereinsvorstand stellen und darüber hinaus auch
Kontrollen im Tierheim übernehmen. Bekommen wir eine Zusage dann haben wir den Deutschen Tierschutzbund, das Veterinäramt, unseren behandelnden Arzt und unsere Bilanzprüfer.

Natürlich kann denen auch Abhängigkeit oder schlechtes Arbeiten nachgesagt werden. Vor solchen Vorwürfen kann sich ein Verein und ein Tierheim wirklich nicht schützen.

Die Öffentlichkeit hat natürlich das Recht mit Unterschriftaktionen und Demonstrationen gegen den Verein und mich als Vorsitzende vorzugehen. Von der Stadt kann die Öffentlichkeit auch verlangen das Tierheim in andere Hände zu geben. Ich möchte trotzdem um Beweise bitten, wenn Vorwürfe gemacht werden. Der Verein und ich haben auch Rechte! Gegen haltlose Vorwürfe und Beleidigungen dürfen wir uns auch wehren.



Vielen Dank, Frau Dickmanns und Frau Kaufmann! Ich werde weiter verfolgen, was passiert und berichten, wenn erste Entscheidungen getroffen werden.

Dienstag, 20. April 2010

Änderung des Tierschutzgesetz geplant

Christoph Jung (Quelle: Blog Petwatch) berichtet über eine geplante Änderung des Tierschutzgesetz.

Eine klare Definition des Begriffes Qualzucht und gesetzliche Mindeststandards werden gefordert.

Noch in diesem Jahr soll das Gesetz in den Bundestag gebracht werden.

Hier der Artikel: Neues Tierschutzgesetz geplant

Freitag, 16. April 2010

Der hundepolitischer Abend in Düsseldorf (14.04.2010)

Am 14.04.10 trafen sich Dr. Udo Gansloßer und Günther Bloch in Düsseldorf, um über Hundepolitik in Deutschland zu sprechen und die Verantwortlichen zu informieren.

Auf die Frage, wie viele Politiker im Saal sind, meldete sich nur eine Politikerin.
"Die wissen alles und können alles...", scherzte Bloch.

Dr. Udo Gansloßer sprach über Sinn und Unsinn eines Wesenstests. Es wurde schnell klar, wie komplex das Thema Wesen und Wesenstest aus wissenschaftlicher Sicht ist. Was zur Zeit in Deutschland als Wesenstest durchgeführt wird ist wissenschaftlicher Unfug, teilweise tierschutzrelevant und gefährlich.
Diese Kernaussage untermauerte Gansloßer mit wissenschaftlichen Untersuchungen.

Von Gansloßer konnte man dann erfahren, wie wenig Verhalten vererbt wird und was das für die angenommene Gefährlichkeit bestimmter Hunderassen bedeutet.

Konstruktive Ansätze für einen sinnvollen Wesenstest waren zu erkennen, als Gansloßer ein einfaches Modell der "Charakter"analyse und ein komplexeres Modell (aus der Humanpsychologie) beschrieb.

Abgerundet wurde der Vortag durch witzige Anekdoten über Gerichtsurteile und politische Entscheidungen, die ganz klar erkennen lassen, weshalb es in Deutschland so schwierig ist an bestehenden Vorschriften etwas zu ändern bzw. sinnvolle Gesetze und Verordnungen zu schaffen.

Günther Bloch erinnerte die Anwesenden daran, was Demokratie ist oder wie Demokratie sein sollte.

"Schreiben Sie noch heute Abend ihre Landtagsabgeordnete an!", ermutigte er.

Ich werde hier im Blog darüber berichten, wer geantwortet hat und welche Antworten ich von den Abgeordneten in Mönchengladbach bekommen habe.

Der Vortrag von Bloch war auch Wasser auf die Mühlen vieler, die das Verhalten der Hundehalter in der Öffentlichkeit zu Recht kritisieren. Deutlich sprach er davon, wie rücksichtslos und egoistisch mancher Hundehalter seinen Hund führt. In der Öffentlichkeit hat der Hund sich zu benehmen! Dies war eine wichtige Aussage von Günther Bloch!

Natürlich konnte Bloch es nicht lassen auch über Erziehung und über den Wolf zu sprechen, was aber in diesem Zusammenhang auch nicht am Thema vorbei ging!

Generelle Leinenpflicht wird bei vielen Hunden zu Problemen führen. Hunde sollten nach Möglichkeit da frei laufen, wo sie keinen gefährden oder belästigen können. Dies heißt nicht, dass ein Hund nicht auch mal an die Leine zu nehmen ist, wenn es die Situation erfordert.

Zu kleine Auslaufflächen steigert die Auseinandersetzung der Hunde untereinander. Deshalb ist eine kleine Hundewiese nicht immer eine sinnvolle Lösung. Die erforderliche Größe eines Hundeauslaufgebietes ist abhängig von der Hundedichte, vom Hund (Rasse, groß oder klein) aber auch von der Struktur des Gebietes. So kann ein abwechslungsreiches Gebiet mit Versteckmöglichkeiten, Anhöhen, Bäumen etc. kleiner sein, als eine ebene Hundewiese.

Beeindruckend fand ich, die Überlegung einen Hund, von dem eine gesteigerte Gefahr ausgeht, mit Maulkorb zu führen aber die generelle Leinenpflicht zu erlassen.

Das Argument war einleuchtend: Weshalb soll ein Hund, der durch einen Maulkorb gesichert ist auch noch an der kurzen Leine geführt werden? Das ständige führen an der Leine kann stärkere Probleme verursachen.

Auf die Rasseliste bezogen wurde noch einmal ganz deutlich erklärt, wie sinnlos eine solche Liste ist und die damit verbundenen Auflagen sind.

Das Thema großer und kleiner Hund, wurde auch angesprochen. So sieht Bloch die Forderung "Große Hunde aus der Stadt raus und kleine Hunde in die Stadt rein", als völliger Unsinn an. Der große Hund ist häufig ruhiger und langsamer, er fällt nicht durch gesteigertes Beutefangverhalten auf und ist häufig toleranter, da widerstandsfähiger, wenn sich ein Kind mal auf ihn drauf stürzt.

Das gesteigerte und unkontrollierte Beutefangverhalten beschrieb Bloch, als eine ernstzunehmende Gefahr. Es sind nicht unbedingt Aggressionen, die für das Beißen verantwortlich sind. Der Auslöser kann auch aus dem Funktionskreis des Beutefangverhaltens kommen. Günther Bloch erinnert noch mal daran, wie bei einem Hund durch pausenloses Stöckchenwerfen das Beutefangverhalten gesteigert werden kann und welche Verantwortung der Hundehalter hier hat.

Etwas verantworten zu können, setzt Fachwissen voraus. Beratung und Sachkundetest VOR dem Hundekauf sind dringend erforderlich.

Der Abend endete mit einer kurzen Diskussion. Hier beklagten sich viele Hundehalter über Hundehalter und es wurde noch mal einiges über den Maulkorb gesagt. Udo Gansloßer versprach einmal zu untersuchen, ob ein Hund, der gut an einen Maulkorb gewöhnt wurde, durch einen vernünftigen (!!!) Maulkorb beeinträchtigt wird. Daniela Sommerfeld, Leiterin der Hundepension Eifel berichtete über ihre Erfahrungen mit Maulkörben. Hunde können trinken, hecheln, sogar an Stöcken knabbern, werden selten von anderen Hunden als "befremdlich" angesehen. Bei Auseinandersetzungen haben auch Hunde im Maulkorb die Möglichkeit sich zu wehren. Eine Auseinandersetzung unter Hunden setzt nicht die Fähigkeit zum Beißen voraus. Betonen möchte ich, dass ich den Eindruck hatte, Bloch ist falsch verstanden wurden. Es ging ausschließlich um Hunde, die ein erhöhtes Gefahrenpotential haben. Er plädiert nicht für eine generelle Maulkorbpflicht, da dies ja auch absolut nicht notwendig ist.

Zum Schluss versprachen Dr. Udo Gansloßer und Günther Bloch noch eine Forderung zu verfassen, die sie auf die Seite der PET Group stellen werden. Mit dieser Forderung können Bürger Unterschriften sammeln. Sobald Bloch und Gansloßer ihr Versprechen eingelöst haben, werde ich hier im Blog berichten.

Bis dahin kann ich nur die Kernaussage der Veranstaltung wiederholen:

"Informieren über das Thema und Fax, Brief oder eMail an die Politiker, noch vor der Landtagswahl!"

Zusatztermin Themenabend Beschäftigungsformen

Diese Ankündigung soll dem Hundehalter die Möglichkeit geben, eine weitere Informationsquelle zu nutzen. Einseitige Darstellungen, oberflächliche Betrachtungen und Pauschalisierungen sollten immer kritisch betrachtet und wissenschaftlich hinterfragt werden. Dies ist nur die Bekanntgabe des Termins inhaltlich kann ich über den Themenabend nichts sagen.


Daniela Schramm von D.O.G.S. Mönchengladbach bietet einen zusätzlichen Termin für den Themenabend "Beschäftigungsformen" an.

Kosten 19 EURO
Datum: 18.05.10
Beginn: 19:00 UHR
Ende ca. 22 Uhr


Verantwortlich für das Angebot ist der Veranstalter:
D.O.G.S. Mönchengladbach

Richten Sie Anmeldung und Fragen bitte direkt an den Veranstalter.

Mittwoch, 7. April 2010

Giftwarnung für Erkelenz Neu-Immerath

Die Webseite www.giftkoeder-alarm.de gibt bekannt:

In Neu-Immerath (von Bellinghoven aus) am Ortseingang wurden auf den Wiesen Gifköder ausgelegt.

Auf der Seite Giftköder-Alarm kann man kostenlos einen Newsletter anfordern und bekommt die Meldungen per eMail.

Donnerstag, 1. April 2010

Hunde-Freilaufflächen in Mönchengladbach - Information, Tipps und Kritik

Seit dem 22. März gibt es offizielle Freilaufflächen in MG.

Auf unserer Webseite www.hund-moenchengladbach.de ist zu lesen, wo sich die Freilaufflächen befinden. Weiter gibt es nützliche Hinweise für Nutzer der Hundewiesen.

Eine kritische Betrachtung über Hundefreilaufflächen und Hundewiesen in Mönchengladbach fehlt auch nicht. Bei aller Hundeliebe, kann eine kritische Betrachtung auch manchmal sehr nützlich sein.

Hier geht es zum Beitrag: Freilaufflächen in Mönchengladbach