Dienstag, 10. Mai 2011

Krefeld - Rottweiler verletzt Kleinkind

Beachten Sie bitte den Artikel:

Hunde können beißen


Die Meldung ist kurz und bündig - doch die Reaktionen sind gewaltig bis gewalttätig.

In Krefeld wurde am 09.05.11 ein zweijähriger Junge in einer Wohnung von einem Rottweiler in den Kopf gebissen. Der Junge wurde dabei schwer verletzt.

Quelle: RP Online

Die Reaktionen der Leser auf diese kurze Meldung sind gewaltig! Die Medien scheinen nur noch einen Köder auswerfen zu müssen und die blutigen Schlagzeilen liefern die Leser selbst. Dabei wird von der Redaktion auch kaum noch auf Sachlichkeit und Wahrheit geprüft. Journalistische Grenzen scheinen beim Leserkommentar nicht mehr bedeutsam zu sein.

Laut RP sagte ein Polizeisprecher zum Unfall:

"Nun muss geprüft werden, ob der Hundehalter die entsprechende Eignung zum Halten dieses Hundes nachweisen kann."

Das wird vermutlich das einzige sein, was geprüft werden kann, denn die Ursache für häusliche Unfälle mit Hunden können meist nicht umfassend aufgeklärt werden.

Häufig fördern dann auch noch Schutzbehauptungen der verantwortlichen Hundehalter das Bild der "Bestie Hund", die unvermittelt und ohne erkennbaren Grund kleine Kinder angreift.

Auf der Suche nach möglichen Ursachen, wird immer wieder über gefährliche Hunderassen diskutiert. Aktuell erleben wir im Kommentarbereich der RP eine sehr unsachlich Diskussion, bei der das Thema gefährliche Rassen auch wieder angesprochen wird.

Radikale Postionen und nur sehr wenig Diskussionsgrundlage!

Radikale Gegner bestimmter Rassen gegen radikale Hundefreunde, die von möglichen Gefahren nichts wissen wollen. Auf beiden Seite wird unsachlich argumentiert und die Welt in schwarz oder weiß gefärbt.

Eine realistische Betrachtung eines Hundes, sollte uns doch erkennen lassen, dass Hunde keine Bestien sind und trotzdem einen Menschen verletzen können.

Diese Möglichkeit haben aber auch andere Tiere!

Ein Pferdehalter würde hoffentlich nie auf den Gedanken kommen, ein Kleinkind hinter ein Pferd zu setzen, weil er die Gefahr einschätzen kann.

Die zunehmende Vermenschlichung von Hunden, wird eine Ursache sein, weshalb Hundehalter potentielle Gefahren, die es grundsätzlich im Umgang mit Tieren gibt, einfach übersehen.

Rassediskussionen, Leinen- oder Maulkorbsplicht helfen da genau so wenig, wie eine pauschale Verharmlosung, der von Hunden ausgehenden möglichen Gefahren!