Donnerstag, 19. Januar 2012

Jagende Hunde sind gefährliche Hunde

Wer bisher die Landeshundegesetze ignoriert hat, weil er nicht betroffen war, könnte bald ein böses Erwachen erleben. Es ist möglich, dass bald sehr viele Hunde als gefährlich eingestuft werden müssen. Ein Hund aus Staufenberg (Hessen) wurde als gefährlich eingestuft, weil er ein Reh gejagt hat. Seine Gefährlichkeit konnte auch nicht durch einen bestandenen Wesenstest widerlegt werden. Das zuständige Verwaltungsgericht hat dieses Vorgehen als rechtens bewertet. Für Hundehalter kann das bedeuten, dass der eigene Hund jederzeit als gefährlich eingestuft werden kann, wenn er gelegentlich einen Hasen hetzt. Die Gesetzesgrundlage ist vorhanden. Das Landshundegesetz in NRW schreibt:
(3) Im Einzelfall gefährliche Hunde sind 6. Hunde, die gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen oder andere Tiere hetzen, beißen oder reißen
Bei den zahlreichen Hunden, die immer mal wieder zu einer kleinen Jagt aufbrechen, können wir bald zum Gefahrenhundeland werden. Die bestehenden Gesetze müssen nur umgesetzt werden. Der Kämmerer der Stadt Mönchengladbach würde sich freuen, denn jeder gefährliche Hund, bringt 720 EURO Hundesteuer.

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