Dienstag, 19. Juni 2012

Tödlicher Unfall im Wolfsgehege

Wolfsexperten halten sich zurück, denn sie wissen, dass sie über das tragische Unglück nichts sagen können. In einem schwedischen Zoo ist eine Tierpflegerin von Wölfen getötet wurden.


Hier sind einige Medienreaktionen:

http://www.fr-online.de/panorama/unglueck-wolfsrudel-toetet-seine-ziehmutter,1472782,16412028.html

http://www.focus.de/panorama/welt/tiere-woelfe-in-schwedischem-tierpark-toeten-waerterin_aid_768783.html

http://www.sueddeutsche.de/panorama/zwischenfall-in-schwedischem-tierpark-wolfsrudel-toetet-waerterin-1.1385718

http://nachrichten.rp-online.de/panorama/wolfsrudel-toetet-tierpflegerin-1.2876709

http://www.bgland24.de/nachrichten/welt/wolf-toetet-waerterin-schwedischem-2357444.html

Ich bin kein Wolfsexperte, denn mein Wissen über Wölfe habe ich alleine aus Büchern. Auch in einigen Büchern wird geschildert, dass Wölfe in der Gefangenschaft Menschen angreifen können. Das sollten wir erst einmal völlig wertfrei annehmen.

Menschen, die ständigen Kontakt zu Wölfen in Gefangenschaft haben, sollten sich dieser Gefahr bewusst sein und müssen mit dem Risiko leben. Wieso aber ein Wolfsgehege zum Streichelzoo gemacht wird und Menschengruppen ohne Sicherung durch diesen künstlichen Lebensraum führen, ist mir schleierhaft.

Die Verantwortlichen sprechen häufig davon, dass so der Bevölkerung die Angst vor dem bösen Wolf genommen werden soll. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass einfach nur mehr Besucher in den Tierpark geholt werden sollen.

Egal welche Motivation der Mensch hat, es schadet dem Wolf, wenn er zukünftig vermenschlicht und glorifiziert wird. Wölfe gehören nicht in den Streichelzoo und sind auch keine Hunde. Sie sind keine Bestien aber auch keine besseren Menschen. Wölfe sind Wölfe, die hoffentlich bald wieder zum deutschen Wild gehören, wie der Hase und das Reh.

Vielleicht kann der schreckliche Unfall in Schweden zum Anlass genommen werden, noch mal über die Haltung von Tieren in Gefangenschaft nachzudenken.

Ich empfehle die Bücher von Günther Bloch und Eli Radinger. Hier werden sehr verständlich das Leben und der Lebensraum des Wolfes näher gebracht. Nebenbei gibt es die Möglichkeit, etwas über uns selbst zu lernen, wenn wir einiges über das Verhalten einer Wolfsgruppe erfahren.

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