Montag, 30. September 2013

Traumberuf Hundetrainerin

Selbstverwirklichung am Hund ist ein Trend. In Mönchengladbach und Umgebung gibt es eine Fülle an Hundeschulen und ständig kommen neue Anbieter auf den Markt.

Ein finanzstarker Ehepartner trägt dabei so manche Hobbyeinrichtung und schafft dadurch eine künstliche aber ernstzunehmende Konkurrenz für Unternehmen, die gewinnbringend arbeiten müssen.

Dem gelangweilten Hundefreund steht bei der Gründung einer eigenen Hundeschule auch nicht viel im Weg.
Ein Gewerbeschein und einige Anzeigen in der lokalen Zeitung reichen völlig aus. Wer dann noch auf seiner Webseite Seminare und Vorträge auflistet, die er besucht hat, signalisiert dem zukünftigen Kunden seine Kompetenz.

Auf der anderen Seite, gibt es für Hundetrainer keinen vorgeschriebenen Ausbildungsweg.
Viele anerkannte Spezialisten sind auf unterschiedlichen Wegen in den Beruf eingestiegen. Häufig hat sich deren Wissen und Können über Jahre angesammelt.

Ein solch langsamer Ausbildungsweg funktioniert aber nicht, wenn mit viel Werbegewalt auf den Markt gedrängt wird. Wer massiv in den Markt eindringt, muss den Markt sofort bedienen können. Dabei hätten gerade die Hobbyhundeschulen genügend Zeit zum lernen.

So manche Hundeschule verzichtet sogar ganz auf fundiertes Wissen. Sie bauen auf halbgare Ideologien und vorgefertigte Methoden. Das ist einfacher und schneller! Der Kunde muss nur davon überzeugt werden.

Dabei gibt es Ausbildungsangebote, in denen das Fachwissen in Seminaren und Vorträgen vermittelt wird. Ein einfacher Einstieg für Menschen, die nicht zahlreiche Fachbücher lesen wollen oder einfach lieber in der Gruppe lernen. Der Austausch mit Kollegen und die Möglichkeit erste Praxiserfahrung zu sammeln sind hier weitere große Vorteile.

Zu einer solchen Ausbildung hat sich auch Yvonne Wagner angemeldet.

Mit diesem Blog darf ich Yonnve Wagner aus Siegen bei ihrer Ausbildung begleiten.

Yvonne Wagner startet Ihre Ausbildung zur Hundetrainerin im Oktober 2013 bei “Hundetrainerausbildung OWL“. Die Ausbildung endet im Oktober 2014 mit der Möglichkeit einer Zertifizierung durch die Tierärztekammer in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen.

Genau genommen hat Yvonne Wagner aber schon mit Ihrer Ausbildung begonnen. Sie bietet mit ihrem Unternehmen “The Walking Dog“ einen Gassi-Service in Siegen und Umgebung an, wo sie bereits nötige Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Hundepersönlichkeiten sammelt und ihren Kunden immer wieder bei Problemen hilft.

Yvonne Wagner plant gezielt und stürzt nicht blauäugig auf den Markt. Sie will sich die Erfahrung und das Wissen aneignen bevor sie sich vom Marktgeschehen völlig abhängig macht.

In ihrem gelernten Beruf, als Augenoptikermeisterin, reduzierte sie Ihre Arbeitsstundenzahl und arbeitete in der gewonnenen Zeit als Hundeausführin. Diesen Service bietet Sie vormittags, an Wochenenden und nach Absprache auch abends an.

Wo genau die Reise hin geht, kann Yvonne noch nicht sagen. Sie wird sich mit dem Thema intensiv beschäftigen.

Aktuell ist auf Ihrem Blog zu lesen, wie sie erste positive Erfahrungen mit dem von Cesar Milan beschriebenen “Rudelführer-Konzept“ machte. Über inneren Dialog aber auch über Ablenkung mit Leckerchen brachte sie einen Hund bei einer schwierigen Hundebegegnung zur Ruhe.

Ich bin gespannt, ob und wie sich im laufe der Ausbildung ihre zu diesem Konzept verändern wird.

Hier im Blog werde ich bald über ihre ersten Ausbildungstage berichten dürfen.

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